Mittwoch, 18. April 2018

Karten spenden für den guten Zweck!

Am Mittwoch hatte Hannover 96 angekündigt, auf der Mitgliederversammlung insgesamt 800 Eintrittskarten unter den aktiven und passiven Mitgliedern zu verlosen. Diese werden nach Veranstaltungsende im Foyer ausgegeben.

Im Anschluss der Mitgliederversammlung sammelt die Fanhilfe Hannover zusammen mit der Interessengemeinschaft Pro Verein 1896 vor der Stadionsporthalle die Eintrittskarten für soziale Einrichtungen, die über das Fanprojekt Hannover verteilt werden. So könnt ihr Menschen den Besuch des Spiels am Samstag oder des letzten Heimspiels ermöglichen, die es normalerweise nicht könnten. Solltet ihr also eure gewonnene Karte nicht unbedingt selbst benötigen, würden wir uns über die Spende dieser freuen!

Sofern Mitarbeiter des Vereins nicht wissen, was sie mit den nicht abgeholten oder verteilten Gewinnen machen sollen, dürft auch ihr selbstverständlich die Karten bei euren Vereinskameraden nach der Mitgliederversammlung abgeben.

Fanhilfe Hannover & Pro Verein 1896






Dienstag, 17. April 2018

Pressemitteilung: Im Eilverfahren bestätigt – Ausgeschlossenen Mitgliedern ist der Zutritt und die Ausübung des Stimmrechtes als Mitglieder zur kommenden Mitgliederversammlung zu gewähren

Am heutigen Dienstag, den 17.04.2018, wurden zwei Fans von Hannover 96 in einem Eilverfahren in ihrer Auffassung bestätigt, dass die Rechtmäßigkeit der Vereinsausschlüsse im Dezember 2017 mehr als fragwürdig ist. Nachdem die betroffenen Mitglieder bereits Klage vor dem Amtsgericht Hannover gegen den Vereinsausschluss erhoben haben, wurde nun in einem Verfahren im einstweiligen Rechtsschutz erreicht, dass Hannover 96 den Betroffenen den Zutritt, die Teilnahme und das Stimmrecht als Mitglieder bei der am 19.04.2018 stattfindenden Mitgliederversammlung zu gewähren hat. 

Bereits im Dezember des letzten Jahres berichteten wir über die fragwürdigen Ausschlüsse aus dem Verein auf Grund eines Vorfalls, welcher bereits im Jahr zuvor stattgefunden hatte. Durch die heutige Entscheidung wurde somit auch der Standpunkt der Fanhilfe Hannover vorläufig bestätigt, dass die damaligen Begründungen mit einem vermeintlichen Verstoß gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung und vereinsschädigendem Verhalten nicht zutreffend waren.

So führt das Amtsgericht Hannover in den heutigen Entscheidungen aus: „Demnach erscheint die Rechtmäßigkeit des Beschlusses zum Ausschluss des Verfügungsklägers als Mitglied aus dem Verein vom 04.12.2017 mehr als fraglich“. Weiter heißt es in den Urteilen: „Zugunsten des Verfügungsklägers kann zunächst angeführt werden, dass er nach Ansicht des Gerichts wahrscheinlich im Hauptsacheverfahren durchdringen wird“.

Umso deutlicher wird daher aus unserer Sicht auch das damalige Motiv für die ausgesprochenen Vereinsausschlüsse: der Kampf gegen kritische Mitglieder und eine vereinsinterne Opposition. Es kann vermutet werden, dass bei Hannover 96, aus Angst vor der Stimmberechtigung bei kommenden Mitgliederversammlungen, die erste Möglichkeit genutzt wurde, diese Personen auszuschließen. All das unabhängig davon, ob rechtlich begründet oder eben nicht, was uns die heutige Entscheidung bereits gezeigt hat.

Nach diesem erfolgreichen Eilverfahren erhoffen wir uns auch vonseiten Hannover 96 das Eingestehen des rechtswidrigen Ausschlusses aus dem Verein und das Messen mit zweierlei Maß, mit dem Zugeständnis in Hinblick auf die weiteren ausgeschlossenen Mitglieder.

Die Fanhilfe Hannover ist überzeugt, dass nun im Hauptsacheverfahren ein für alle Mal festgestellt wird, dass die Vereinsausschlüsse zu Unrecht ausgesprochen wurden und Hannover 96 mit zweierlei Maß gemessen hat.

Sollte Hannover 96 trotz der heutigen Begründung weiterhin von der Rechtmäßigkeit der Ausschlüsse überzeugt sein und nicht auf die weiteren Betroffenen zugehen, werden wir selbstverständlich auch diese in der Angelegenheit weiterhin unterstützen und den Rechtsweg bestreiten.

Fanhilfe Hannover, 17.04.2018

Mittwoch, 11. April 2018

Pressemitteilung zu den erneuten Hausdurchsuchungen gegen vermeintliche 96-Ultras


Identisch zum 14.06.2017 fanden am heutigen Mittwoch, den 11.04.2018, erneut Hausdurchsuchungen bei vermeintlichen Mitgliedern der Ultragruppe „Rising Boys Hannover“ (kurz RBH) statt.

Wie auch in der ersten Welle der Hausdurchsuchungen im Jahr 2017, gehört, nach Erkenntnissen der Fanhilfe Hannover, ein Großteil der betroffenen Personen erneut nicht der Ultra-Gruppe RBH an.

Da nach bisheriger Aktenlage keine Täter seitens der Polizei ermittelt werden konnten, stellt sich auch hier die Frage nach Sinn, Zweck und Verhältnismäßigkeit dieser Aktion.

Allem Anschein nach versucht die Bundespolizei in diesem Kontext dem durch sich selbst erzeugten Ermittlungsdruck, infolge des medienwirksamen Auftretens, gerecht zu werden. Dieses alles ohne Rücksicht auf die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme und dem Schutze unbescholtener Bürger.

„Es ist mittlerweile nicht unüblich, dass die Ermittlungsbehörden in Niedersachsen mit Kanonen auf Spatzen schießen. Den meisten Betroffenen bleibt lediglich die spätere Gewissheit als unschuldiger Bürger Opfer einer solchen Maßnahme geworden zu sein, was das Gericht später auch feststellen wird. Eine Entschuldigung oder gar eine Wiedergutmachung der Ermittlungsbehörden für ihre Fehleinschätzung findet in keinem einzigen Fall statt.“, gibt ein Sprecher der Fanhilfe Hannover zu bedenken.

„Wir würden es sehr begrüßen, wenn Journalisten wie Britta Mahrholz und Tobias Morchner nicht nur als Erstes in der lokalen Presse über die Maßnahmen berichten würden, sondern auch die Endergebnisse der Ermittlungen in selbigen Umfang ans Tageslicht bringen würden. Dass hier ein starkes Ungleichgewicht zwischen der Anzahl von vermeintlichen Tatverdächtigen und den tatsächlich erfolgten Verurteilungen seit Jahren vorherrscht, ist mehr als offensichtlich.“, fährt dieser fort.

Die Fanhilfe Hannover rät auch bei dieser Maßnahme allen Betroffenen einen Rechtsbeistand zu konsultieren. Zudem wird die Fanhilfe juristisch den Tatbestand der Verfolgung Unschuldiger prüfen und gegebenenfalls zur Anzeige bringen.

Mittwoch, 28. Februar 2018

Offener Brief an Uffe Bech



Lieber Uffe Bech,


wie wir verschiedenen Medien entnommen haben, wurde gegen dich ein Strafbefehl wegen eines Körperverletzungsdeliktes erlassen, nachdem du einen Fan nach einem Spiel im August 2017 im VIP-Bereich des Niedersachsenstadions gebissen haben sollst. Da du dich bisher geweigert hast, die 50 Tagessätze á 1.000€ zu zahlen, kommt es nun also zum Prozess. 


Wir möchten dich auf diesem Wege darauf hinweisen, dass du zusätzlich gemäß §4 Abs. 3.1.1 der Richtlinien zur einheitlichen Behandlung  von Stadionverboten des DFB ein bundesweites Stadionverbot erhalten wirst. Da ein Stadionverbot selbstverständlich nur eine Präventivmaßnahme und keine Strafe ist (vgl. §1 Abs. 2 der Stadionverbotsrichtlinien), wird ein Stadionverbot bei Bekanntwerden der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens ausgesprochen und nicht erst nach einer Verurteilung. Du musst also damit rechnen, schon in den kommenden Tagen ein solches Stadionverbot per Einschreiben zu erhalten.


Für den Fall, dass du Mitglied im Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. bist, musst du nach Erhalt des Stadionverbots davon ausgehen, aus dem Verein ausgeschlossen zu werden. Ob du aufgrund eines Straftatbestandes verurteilt wirst oder nicht ist in der Praxis nicht relevant. Aus diesem Vereinsausschluss ergibt sich für dich leider ein weiteres Problem: Es wird zu keinen weiteren Vertragsverhandlungen mit Hannover 96 kommen, da Martin Kind aus guten Gründen ein Gespräch mit dir ablehnen wird. Schließlich hast du nun ein Stadionverbot und wurdest aus dem Verein ausgeschlossen.


Alles in allem also keine rosigen Aussichten für dich. Aus diesem Grunde möchten wir dir anbieten, dir einen Anwalt zu vermitteln, der sich in diesen Problemstellungen auskennt. Wir verfügen über Kontakte zu entsprechend qualifizierten Juristen sowohl in Hannover als auch in Franken. Wenn Interesse besteht, melde dich einfach bei uns.


Mit sportlichen Grüßen

Fanhilfe Hannover

Freitag, 23. Februar 2018

Gegendarstellung von RA Dennis Ketels

Nachfolgend veröffentlichen wir die Gegendarstellung von RA Dennis Ketels in Bezug auf die gestrige Pressemitteilung von Hannover 96 und den heutigen Artikel in der Bild, in dem er namentlich genannt wird.


Gegendarstellung

In der Presserklärung des Hannoverschen Sportvereins von 1896 e.V. heißt es, dass eine Person Anzeigen gegen Vertreter des Hannover 96 e.V. gestellt haben soll. Die Bild berichtet, dass Hannover 96 e.V. mich als Podiumsmitglied deshalb ablehnt, weil ich zuvor ein Mitglied des Aufsichtsrates vertreten habe und zudem Rechtsanwalt Schickhardt wegen einer vermeintlichen Doppelvertretung bei der Rechtsanwaltskammer „angezeigt“ haben soll.

Hierzu stelle ich fest:
Ich habe weder in meinem Namen, noch im Namen eines Mandanten oder anonym eine Strafanzeige gegen Vertreter von Hannover 96 e.V. gestellt. Gegenteilige Aussagen sind unwahr.
Die Aussage, ich habe eine „Anzeige“ gegen Herrn Prof. Schickhardt gestellt, ist unwahr. Eine solche „Anzeige“ habe ich nicht gestellt.
Im Rahmen der Vertretung eines Aufsichtsratsmitgliedes von Hannover 96 habe bzw. hatte ich allein seine Interessen zu vertreten. Dieses gehört zu meinen beruflichen Pflichten und hat nichts mit meiner (geplanten) Teilnahme als Podiumsmitglied zu tun. Die Vermischung beider Sachverhalte, die Hannover 96 vornimmt, ist unsachlich.

Dennis Ketels, 23.02.2018